Radwege & Mobilität

Leimen muss fahrradfreundlicher werden!

von Christa Hassenpflug

Ein großes Hemmnis für viele Menschen aufs Rad umzusteigen ist ihre Angst vor dem Autoverkehr, Angst davor zu eng überholt, angehupt oder an dies Seite gedrängt zu werden. Deshalb ist eine sichere Infrastruktur für Radfahrer Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen für kürzere Strecken aufs Fahrrad umsteigen. Da die Hälfte der Strecken bis 5 km mit dem Auto zurückgelegt wird könnte ein Großteil der Fahrten mit dem Auto durch den Umstieg aufs Rad vermieden werden.

Es wurden in den letzten Jahren einige Maßnahmen zur Verbesserung der Radwege durchgeführt, aber das hat bislang nicht zu einer deutlichen Zunahme des Radverkehrs geführt. Eine Verkehrsplanung, die den Radverkehr lediglich auf Restflächen oder zwischen Autos verweist, reicht nicht mehr aus.

Leimen hat im Investitionsplan 2019 pro Einwohner ca. 9 € für Radwege vorgesehen. Dieser Betrag soll sich aber laut Planung bis 2023 auf ca. 1,25 € verringern. Der nationale Radverkehrsplan sieht als Ziel 19 Euro vor. Dabei gibt es in Leimen und Umgebung noch viele notwendige Maßnahmen, um das Radfahren sicherer zu machen. Hier nur einige Beispiele: ein Fahrradweg auf der Brücke Richtung Schwetzingen über die Bahntrasse, ein Radweg nach Nußloch entlang der L594 und eine sichere Nord-Südverbindung durch Leimen.

Fahren mehr Menschen Rad, profitieren alle davon. Weniger Verkehr, weniger Parkplatzbedarf, weniger kaputte Straßen, dafür mehr entspannte und gesunde Menschen.

 

 

Öffentlicher Nahverkehr

Nachhaltige Mobilität braucht einen vernünftigen Mix aus allen Verkehrsmitteln. Hier haben wir in Leimen in den letzten Jahren – auch auf Drängen der GALL – deutliche Fortschritte erreicht. Der Citybus und das Ruftaxi waren schon lange vor deren Einrichtung immer wieder von der GALL gefordert worden. Da künftig immer mehr Menschen den ÖPNV nutzen werden, muss dieses Angebot auch in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden. Neue Ideen wie autonome Shuttlebusse sind hinzu gekommen.